Theater Varianta Berlin Spandau

Presse/Kritik

 Aktuell im Spandauer Wochenblatt

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Quelle:http://www.berliner-woche.de/

 

 

Theater Varianta Thema bei ZIBB

Das RBB zu Gast beim "Varianta" mit einem Bericht über das Theater und dem Aktuellem Stück: "Weihnachten sind wir alle wieder zu Hause"

Posted by SPANDAUER VOLKSTHEATER VARIANTA – Offizielle Seite on Dienstag, 27. Januar 2015

Volkstheater Varianta zu Gast bei zibb (28.01.2015)

 

Bühnen-Check 


S P A N D A U E R – V O L K S B L A T T

50 Jahre Spandauer Volkstheater Varianta: Jubiläumspremiere am 31. Oktober

Berlin: Spandauer Volkstheater Varianta
Spandau. Das Spandauer Volkstheater Varianta, Carl-Schurz-Straße 59, feiert sein 50-jähriges Bestehen mit einer Premiere am 31. Oktober um 20 Uhr.
„Det darf ja wohl nich’ wahr sein – Fuffzich Jahre Hinterhof…“ heißt die neue Produktion des Spandauer Volkstheaters Varianta. Die künstlerische Leiterin Sonya Martin hat es geschrieben, und es erzählt auch von der Geschichte des Theaters, das 1965 von Wolfgang Nusche und seiner Frau Margit gegründet worden war.

Allerdings gibt es auch Berliner Historie dazu. Fünf Berliner Hinterhof-Geschichten aus den 1960er Jahren bis heute werden von acht Schauspielern in unterschiedlichen Rollen gespielt. Sonya Martin verspricht eine „äußerst komische, durchaus erotische, mitunter auch sentimentale Reise durch fünf Jahrzehnte Berliner Zeitgeschichte“.

Nach der Premiere am 31. Oktober gibt es bis auf weiteres Vorstellungen immer sonnabends sowie an jedem ersten und zweiten Freitag im Monat jeweils um 20 Uhr, sonntaghttp://pps.berliner-woche.de/resources/storage/pre… um 15 Uhr (ab und zu veränderte Anfangszeiten). Keine Vorstellung am 1. und 8. November. CS
Karten kosten 22 Euro, ermäßigt 16 Euro, und können unter  333 43 73 bestellt werden. Weitere Informationen unter www.theatervarianta.de.


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Quelle:Deutsche Bahn

Reise Travel

Volkstheater wurde ein halbes Jahrhundert alt und feierte sich selbst
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Berlin Spandau: Wolfgang Nusche gründete 1965 ein privates Theater. Das besondere daran ist, das Theater ist nach einem Umzug seit 30 Jahren in einer Schule integriert. Die Aula einer Spandauer Schule steht von Freitag bis Sonntag dem Theater „Varianta“ zur Verfügung. Pro Saison treten bis zu acht Schauspieler gemeinsam auf der Bühne auf. Seit jeher gilt das Spandauer Theater als Inbegriff für Stücke aus Berlin mit der kessen und frechen Berliner Schnauze. Das Künstlerehepaar Margit und Wolfgang Nusche sowie der 1943 geborene Schauspieler Nicolai Rhein machten das Spandauer Theater weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt. Wolfgang Nusche musste sich aus aus gesundheitlichen Gründen 2006 von dem Bühnenbetrieb zurückziehen. Nicolai Rhein verstarb im März 2014. Mit einem neuen Konzept zieht man bereits seit 2009 jüngere Besucher an. Seit dieser Zeit wird modernes Volkstheater gespielt. Bei allen Stücken stehen Handlungen in Berlin aus allen Epochen der Geschichte im Vordergrund. Die 1950 in Stuttgart geborene Schauspielerin, Regisseurin, Tänzerin, Sängerin und Choreografin Sonya Martin leitet nun das kleine Spandauer Privattheater. Im Herbst 2015 hatte das Stück von ihr „Det darf ja wohl nich wahr sein!“ Premiere. In diesem Werk geht es um die eigene Geschichte. In der ersten Bühnenszene ist ein freudestrahlender Wolfgang Nusche zu sehen. Ihn stellt überzeugend Andre Rauscher dar. Er hält ein amtliches Schreiben in der Hand, das es ihm erlaubt, ein privates Theater zu eröffnen. Sein Freund ist Gastwirt von Beruf, der eine typische Berliner Destille führt. Joachim Kelsch, den man unter anderem aus der „Schwarzwaldklinik“, „GZSZ“ und „Richterin Salesch“ kennt, überzeugt das Publikum durch Gesang, Tanz und Berliner Sprachwitz. Aufgrund des lang ersehnten Briefes vom Amt führen die beiden Künstler einen Tanz mit Gesangseinlage auf. Ferner traten bei der Premiere auf: Maria Raisch, Valentin Ollbrich, Frank Kallinowski und Sonya Martin. Nach knapp zwei Stunden Aufführung über die eigene Theatergeschichte gab es lang anhaltenden Applaus aus den Reihen des Publikums und zahlreiche „Bravo“-Rufe. Unter den Gästen der Premiere befand sich auch der Reinickendorfer Bezirksverordnete Michael Schulz von der Partei „GRAUE PANTHER.“ In den zwölf Berliner Bezirksparlamenten gibt es nur einen einzigen Vertreter dieser Partei, die sich auf die Fahnen geschrieben hat „eine Politik zwischen alt und jung zu gestalten.“
Michael Schulz: „Heute habe ich ein sehr beeindruckendes Stück auf der Bühne gesehen. Harmonisch und friedlich stehen ältere und jüngere Mitbürger auf der Bühne. Das ist es ja gerade, wofür meine Partei sich einsetzt. Junge und alte Menschen sollen gemeinsam an einem Strang ziehen, um nach geeigneten Lösungen zu suchen. Viele Probleme unserer Zeit wie Wohnungsmangel oder überhöhte Mieten betreffen alle Altersklassen. Sollte meine Partei in Berlin auf landespolitischer Ebene Verantwortung demnächst haben, werden wir uns dafür einsetzen, dass private Theater auch mit Zuschüssen aus dem Kulturetat bedacht werden. Man erkennt ja an der aktuellen Berliner Kulturpolitik, große staatliche Bühnen sind so eine Art Lieblingskinder des Senats und private Spielstätten wie in Steglitz das Schlossparktheater, das Zimmertheater, in Charlottenburg das Jüdische Theater oder das Spandauer Varianta, die auch hervorragende Qualität liefern, sind im übertragenen Sinne die Stiefkinder.“
ReiseTravel Fact: Hamburg hat sein Ohnsorg-Theater, Köln sein Millowitsch-Theater, Niederdeutsche Bühnen befinden sich in Kiel, Flensburg, Rendsburg, Wismar. Da ist es doch selbstverständlich, dass die Bundeshauptstadt Berlin mit fast 3,5 Millionen Einwohnern eine Bühne hat, die den sogenannten Berliner Mutterwitz wachhält. Wir wünschen dem Spandauer Varianta für die Zukunft alles Gute!
ReiseTravel Service: Theater „Varianta“ Carl-Schurz-Str. 59, D-13597 Berlin-Spandau, Tel. 030 / 333 43 73, www.theatervarianta.de
Direkt an der U-Bahnlinie 7 Station Altstadt Spandau.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Volker T. Neef.
Unser Autor berichtet aus der Bundeshauptstadt und ist in Berlin wohnhaft.
Sehr geehrte ReiseTravel User, bitte schreiben Sie uns Ihre Meinung, senden uns Ihre Fragen oder Wünsche. Vielen Dank. Ihr ReiseTravel Team: feedback@reisetravel.eu

Quelle:www.reisetravel.eu/berlin-intern/special/varianta-theater.html


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Quelle:http://falkenseeaktuell.de

Presse der Spielzeit 2014/15

Berliner Morgenpost vom 26. 11. 2014

26.11.14 KULTURMACHER

Wie zwei Schauspieler ein Berliner Volkstheater retteten

Sonya Martin und Heinz Klever waren Schauspieler am Spandauer Volkstheater Varianta. Dann übernahmen sie die Bühne und brachten sie mühevoll wieder auf Erfolgskurs.

 

Von Ulrike Borowczyk

Allein aufgrund seiner Lage ist das Spandauer Volkstheater Varianta eines der ungewöhnlichsten Privattheater Berlins: Direkt an der zentralen Einkaufsmeile in Spandaus Altstadt residiert die Bühne seit 1976 in der zweiten Etage des Kant-Gymnasiums. Erinnerungen an Pennälertage sind also immer inklusive bei Besuchen im Theater Varianta, das im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert.
Lange Zeit schien es so, als würde die Bühne das Jubiläum nicht mehr erleben. Mit dem Rücktritt von Prinzipal Wolfgang Nusche 2006 fehlte dem Haus eine Leitung. Wie es der Zufall wollte, inszenierte Günter Rüdiger, heute Chef des Zimmertheaters Steglitz, dort 2009 eine Komödie und holte die Schauspielerin Sonya Martin ans Haus. Die erinnert sich mit gemischten Gefühlen an ihren Einstand in Spandau: „Die Rolle war schön, aber das Stück so platt, dass Zuschauer rausgegangen sind.“
Ihr Mann Heinz Klever wird da deutlicher: „Es war Schmiere. Der Laden war am Ende. Dabei lief er in den Achtzigern noch wie verrückt.“ Zeiten, von denen das Ehepaar einerseits träumt. Andererseits leidet das Theater Varianta immer noch unter dem Ruf aus jenen Tagen, ein Laientheater zu sein. Das ist es aber nicht mehr. Heute sind nur noch Profis am Werk, auf und hinter der Bühne.
Im Jahr 2010 haben Sonya Martin und Heinz Klever das Haus nach und nach übernommen. Seit 2012 leiten sie es offiziell. Sie sind eigentlich rein zufällig dazu gekommen. 2009 gab es niemanden mehr, der Stücke fürs Varianta schrieb. Doch gerade für ein Berliner, pardon: Spandauer Volkstheater braucht man spezielle Stücke. Sonya Martin drängte ihren Mann dazu, sich etwas Passendes auszudenken. Der war und ist schließlich nicht nur Schauspieler, sondern auch ein versierter Autor.

Vom Autor zum Theaterleiter

„Damals hieß es, entweder der Laden macht zu oder es muss ein neues Stück her. Was blieb uns also anderes übrig?“, kommentiert Klever heute lakonisch seinen Einstieg als Theaterleiter. Er ersann die Komödie „Liebe, Zoff und Sauerteig“. Ein Glücksfall, denn damit konnte das seit Jahren schwindende Publikum langsam zurückerobert werden. „Es war endlich wieder Leben im Theater“, so Heinz Klever. Dennoch: „Es lief eigentlich zu schlecht um weiterzumachen, aber wiederum auch zu gut, um aufzuhören.“ Da er und seine Frau Theatermenschen aus Leidenschaft sind, haben sie die Herausforderung namens Varianta angenommen.
Bevor die beiden nach Spandau kamen, hatten sie schon eine lange Bühnen-Laufbahn hinter sich. Sonya Martin, 1950 in Stuttgart geboren, stand bereits als Teenager auf der Bühne und hatte kurz nach dem Abitur ihr erstes Engagement in Heilbronn. Heinz Klever, Jahrgang 1955, aus dem niederrheinischen Mönchengladbach, hat als Schlagzeuger in Düsseldorf angefangen. Er war unter anderem mit Helge Schneider auf der Bühne, bevor es ihn zum Theater zog, wo er Sonya Martin begegnete.
Im Jahr 2000 kam das Paar mit Sohn Vincent nach Berlin. Zu sehr hatten die Engagements an Stadt- und Landestheatern sie gelangweilt. „Wir sind zu kreativ dafür“, so Sonya Martin.
Die beiden haben immer schon an eigenen Stücken und Performances gearbeitet, wurden aber lange Jahre mit ihrer Arbeit ausgebremst. Doch in Berlin war es anfangs auch nicht leicht für sie. „Wir sind ins kalte Wasser gesprungen. Furchtbar. Es war ein Leben am Existenzminimum“, sagt Sonya Martin.
Doch dann bekam Heinz Klever ein Engagement an der Leipziger Pfeffermühle. Immer schon Kabarettist mit Leib und Seele, fühlt er sich dort bis heute wohl. Mittlerweile schreibt er für viele ostdeutsche Kabaretts und die Satirezeitschrift „Eulenspiegel“. Eine Weile lang wohnte die ganze Familie in Leipzig. Doch Sonya Martin und Sohn Vincent wollten zurück nach Berlin.
Der zweite Anlauf in der Hauptstadt gelang wohl auch deshalb, weil das Ehepaar im Spandauer Volkstheater eine künstlerische Heimstatt gefunden hat. Mit neuem Konzept spielt sich die kleine Bühne seither immer mehr ins Gesamtberliner Bewusstsein. „Wir haben einen guten Stil für unser Volkstheater gefunden. Unsere Stücke sind moderner und schärfer geworden und haben ernste Zwischentöne. Außerdem gibt es einen Bezug zur Berliner Geschichte“, sagt Heinz Klever über den Neuanfang im Varianta. „Wir haben nicht alles über den Haufen geworfen, was bislang hier gemacht wurde, sondern daran angeschlossen und neue Horizonte eröffnet.“

Auch Kabarett im Programm

Das weiß das Publikum zu schätzen. „Wenn die Zuschauer rausgehen, sind sie beseelt und glücklich“, so Heinz Klever. Mit jeder neuen Spielzeit hat das Haus mehr Fans. Diesen frischen Geist im Varianta spürt man auch bei der aktuellen Inszenierung „Berlin 1914. Weihnachten sind wir alle wieder zu Hause“, ein Volksstück mit Biss. Längst steht natürlich auch politisches Kabarett von und mit Heinz Klever auf dem Programm. Sein nächstes Solo „Liederliche Texte“ feiert am 19. Dezember Premiere.
Für den Erfolg des Theaters opfern Sonya Martin und Heinz Klever fast all ihre Zeit. Das Haus ist zwar politisch gewollt und deshalb für die beiden ein „glücklicher Ort“, doch sind die Produktionsbedingungen mühselig. Einer von beiden muss stets zusätzlich ein festes Engagement haben. Die Wohnung am Charlottenburger Kaiserdamm ist eher bloße Schlafstätte.
Richtig zu Hause fühlt sich das Ehepaar ohnehin nur in seinem kleinen Häuschen in Tiefwerder. In den Havel-Auen Spandaus kommen beide zur Ruhe. Dort leben sie, wann immer möglich, und genießen die Natur. Ihre nächsten Nachbarn sind Wasserbüffel.


BühnenCheck im November 2014

 

Beitrag Spandauer Wochenblatt

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Quelle:www.berliner-woche.de